Vergessene Schätze im Naturkundemuseum

„Die sehen ja aus wie echt!“ Sogar der 5-Jährige Till staunte über die Meerestiere aus
Glas. Am 9.12.08 öffnete Frau Dr. Hackethal, die Kustodin im Naturkundemuseum
Berlin, im Rahmen einer Exkursion für Mitarbeiter und Freunde der Gideon GmbH die
Türen zum Magazin. In Schaukästen schlummern dort Glaskunstwerke von Leopold
und Rudolf Blaschka, die zwischen circa 1860 und 1937 Tiere und Pflanzen so
detailgetreu nachbildeten, dass die Abbilder kaum von ihren lebenden Vorbildern zu
unterscheiden sind.
Um die Jahrhundertwende waren wissenschaftliche Nachbildungen lebendiger
Organismen die einzigen Anschauungsmaterialien, die Schulen und Universitäten zur
Verfügung standen. Insgesamt bestellte die Humboldt-Universität zu Berlin deshalb
etwa 30 Exponate der Blaschkas.
Der letzte Glaskünstler der Familie verstarb 1939 und nahm das Geheimnis der
Herstellung dieser Kunstwerke mit ins Grab. Auch heute noch ist es Fachkundigen
nicht gelungen, Glas mit dieser Original- und Detailgenauigkeit zu bearbeiten. Umso
erstaunlicher war die Tatsache für die Besucher der Exkursion, dass die Meerestiere
nicht öffentlich ausgestellt werden und dem Publikum bisher nur wenige Exponate zu
einigen ausgewählten Ausstellungen in Dresden und anderen deutschen Städten
präsentiert wurden.

Interessierten und Kunstliebhabern wird die Homepage des Blaschka-Haus Vereins in
Dresden empfohlen:
www.blaschka-haus.de


Einige Fotos von der Exkursion der Gideon GmbH finden Sie auf unserer Homepage:
www.gideon-potsdam.de/galerie.html

Zwischen dem 5. Februar und dem 3. Mai 2009 sind Teile des Bestandes des
Naturkundemuseums in der Schirn-Kunsthalle in Frankfurt am Main zu sehen, die
Ausstellung trägt den Titel „Darwin – Kunst und die Suche nach den Ursprüngen“.
www.schirn-kunsthalle.de
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